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unKonf 2018

Wie bereits in den letzten Jahren war ich am vergangenen Wochenende wieder auf der unKonf. Die unKonf ist die Unconference hauptsächlich für Software-Entwickler und wird von der Mannheimer bitExpert AG ausgerichtet.

Ein Luftballon in Herzform schwebt über dem Mannheimer Industriehafen
Industrie(hafen)romantik

Die unKonf 2018 war aus meiner Sicht nahezu perfekt organisiert, von der Parkplatzeinweisung über die Sessionplanung bis zur "Afterhour". Außerdem ist sie mittlerweile tatsächlich sowas wie ein "Klassentreffen" für Entwickler aus der Region (von Frankfurt im Norden bis Karlsruhe im Süden). So ist auch der Austausch zwischen den Sessions, während der Mittags- oder Kaffeepause für mich fast wichtiger als die Talk-Inhalte selbst. Die waren aber auch durchweg gut.

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unKonf 2015

Gestern war ich auf der unKonf 2015, Unkonferenz für Entwickler, veranstaltet von der bitExpert AG in deren Räumen im Mannheimer Hafenpark. Tolle Location! Es gab drei Sessionräume und jeweils sechs Session-Slots, also insgesamt 18 Sessions.

Den Anfang machte Stefan Koopmanschap als Keynote-Speaker: In "Developers Are Just Like Humans" erzählte er, wie Amanda Palmers Buch "The Art of Asking" ihn beeinflusst hat und was der Wert davon ist, Fragen zu stellen und Hilfe zu suchen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Das betrifft nicht nur den persönlichen Bereich, sondern auch das Dasein als Entwickler. Wer ein Software-Problem nicht zu lösen vermag, sollte einfach mal einen Kollegen um Rat fragen. Sehr oft hat dieser einen hilfreichen Hinweis, stand vielleicht sogar schon einmal vor dem gleichen Problem oder betrachtet die Herausforderung aus einem anderen Blickwinkel. Manchmal fällt einem übrigens auch selbst die Lösung ein, wenn man das Problem einem Dritten erklärt. Stefans Keynote hatte ein wichtiges Thema und war sehr inspirierend - so wie eine gute Keynote sein sollte.

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30 Jahre Waldhof Mannheim

Am 21. Mai 1983, also heute vor genau 30 Jahren, nahm mich mein Vater zum ersten Mal1 mit an den Alsenweg, ins Stadion des SV Waldhof Mannheim, der damals auf dem Weg in die Bundesliga gegen den VfL Osnabrück spielte - und 3:0 gewann. Mir ist noch die Schlitzohrigkeit des "kleinen" Fritz Walter im Gedächtnis, der dem Osnabrücker Schlussmann einmal den Ball aus den Fingern spitzelte und ins leere Tor schob. Der Treffer wurde allerdings nicht gegeben ;-)

Der Kader des SV Waldhof Mannheim im Jahr 1982

Unter dem umstrittenen Trainer Klaus Schlappner schafften die Waldhof-Buben, von denen viele aus der eigenen Jugend kamen, das Wunder Waldhof. Es folgten sieben Jahre Zugehörigkeit zur Bundesliga und beinahe ein europäischer Auftritt nach einem 6. Platz 1984/85.

Am 5. Mai 1990, damals wieder am Alsenweg nach langjährigem Gastspiel in Ludwigshafen, besiegelte ein 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf den Abstieg. Torschütze war ausgerechnet Bernd Klotz, der zu Beginn der Vorsaison vom Waldhof zur Fortuna gewechselt war. Ich erinnere mich noch, wie nach dem Spiel die Düsseldorfer Fans an mir vorbei Richtung Hauptbahnhof rannten; wenige Minuten später verfolgt von einem wütenden Mannheimer Mob. Es ging wieder zurück in Liga 2.

Auch in den nächsten zwanzig Jahren ließ mich der Verein nicht mehr los. Zunächst immer wieder vor der Rückkehr ins Oberhaus, später dann häufig am Rande des finanziellen Ruins, ging es hinab in die dritte, vierte und als Tiefpunkt sogar in die Oberliga Baden-Württemberg, die fünfte Liga. Und trotz aller Rückschläge bin ich immer wieder hin. Und hoffe darauf, dass wieder bessere Zeiten kommen, ein zweites "Wunder Waldhof". Wobei ich manchmal gar nicht weiß, ob "mein" Verein überhaupt etwas verloren hätte in diesem Kommerz-Zirkus, der sich heute Bundesliga nennt ;-)

Update: Vielleicht ist der auf dem Foto abgebildete Kader für den einen oder anderen interessant? Bitte sehr:

Hintere Reihe (von links): Masseur Roland Vogel, Wolfgang Böhni, Ulf Quaisser, Fritz Walter, Karl-Heinz Bührer, Zeugwart Herbert Korbus Mitte: Trainer Klaus Schlappner, Präsidiumsmitglied Richard Wirth, Günter Sebert, Jürgen Makan, Oskar Bauer, Roland Dickgießer, Stefan Knapp, Paul Linz, Pandelis Tsionanis, Betreuer Egon Lang, Co-Trainer Klaus Sinn Vorne: Dieter Schlindwein, Hans Hein, Volker Kispert, Uwe Zimmermann, Walter Pradt, Alfred Schön, Dimitrios Tsionanis, Jürgen Fischer

1 Zumindest ist dieses Spiel das erste, an das ich mich erinnern kann.

Endlich wieder Fußball (Ausgabe 2012/13)

Logo der Regionalliga SüdwestEs ist gar nicht so einfach, unbeschwert über die erste Saison der neuen Regionalliga Südwest zu schreiben, die der Waldhof heute Abend gegen Koblenz eröffnet. Zu viel Negatives mussten die Mannheimer in den vergangenen Jahren ertragen. Außerdem haben die letzten "Ligareformen" die Durchlässigkeit nach oben in die Dritte Liga eher eingeschränkt.

Von den 19 Mannschaften, die 2012/13 antreten, dürfen immerhin die ersten beiden eine Aufstiegsrunde gegen die besten Teams der übrigen vier Regionalligen bestreiten. Vier Mannschaften steigen sicher ab, bis zu sechs, abhängig vom Verlauf der Aufstiegsrunde. Sechs Zweite Teams von Erst- und Zweit-Bundesligisten werden den Zuschauerschnitt nach unten drücken, aber auch Alzenau, Idar-Oberstein oder Eschborn dürften nicht gerade für Besucherrekorde sorgen.

Andererseits spielen mit Hessen Kassel, dem FC 08 Homburg, Wormatia Worms und - nun ja - der TuS Koblenz auch einige ehemalige Erst- und Zweit-Bundesligisten mit, bei deren klangvollen Namen man sich zumindest an mehr oder weniger spannende Duelle in besseren Zeiten erinnern kann.

Beim Waldhof wurde ein einstelliger Tabellenplatz als Saisonziel ausgegeben, was ich für eine nüchterne und realistische Einschätzung halte. Je kleiner die Zahl, desto besser; vielleicht kehrt dann auch wieder etwas mehr Euphorie ein. Meine Hoffnung ist mittelfristig mal wieder der Waldhof-Nachwuchs, diesmal sogar einigermaßen berechtigt, wurden doch Spieler der letztjährigen Bundesliga-A-Jugend-Mannschaft, die nur sehr unglücklich wieder abgestiegen ist, ins Regionalliga-Team übernommen. Und die B-Jugend startet in einer Woche in ihre Bundesliga-Saison.

Ich persönlich bin gespannt, wie sich die Waldhof-Buwe heute Abend präsentieren, meine Erwartungen sind aber nicht übersteigert hoch. Wenn sie schönen Fußball und eine gute Saison spielen, ohne etwas mit dem Abstieg zu tun zu haben, ohne ständige Querelen im Verein, und mit weiterhin so überragenden Fans auf der Otto-Siffling-Tribüne, dann bin ich schon zufrieden.

Aber nächste Saison dann Aufstieg, ok? ;-)

Uffbasse!

Sportplatz im Jungbusch
Sportplatz auf dem Sporthallendach bei der Jungbuschschule

Heute Abend feiert im Mannheimer Atlantis-Kino der Film Transnationalmannschaft Premiere. Regisseur Philipp Kohl hat während der Fußball-WM 2010 im Mannheimer Viertel Jungbusch gedreht, in dem viele Migranten leben, aber auch viele Studenten und Künstler. Dort befindet sich eine der größten Moscheen Deutschlands, aber auch die Popakademie Baden-Württemberg.

Der Film zeigt, wie die Bewohner damit umgehen, mit ihrem Migrationshintergrund in Deutschland zu leben, wie sie mit der deutschen Nationalmannschaft mitfiebern, und wie sie sich selbst als Mannemer sehen. Etwas Edleres kann ein Mensch sowieso nicht werden, oder? ;-) Auch der oben von mir fotografierte Sportplatz ist im Film zu sehen. Hier gibt's den Trailer auf DmtU, meine Lieblingsstelle ist ganz klar die mit "Uffbasse":