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Ein Bot, der Raser in Wiesbaden twittert

Eine sorgfältig kuratierte Twitter-Bubble ist immer wieder gut für glückliche Zufälle. Vor einer Weile bin ich auf einen Tweet von @BerkshireCar aufmerksam geworden, der mein Interesse geweckt hat. Der Inhalt dieses Accounts wird von einem Bot gespeist, der Geschwindigkeitsübertretungen twittert, die in der englischen Grafschaft Berkshire westlich von London passieren.

Dazu werden Daten des Karten- und Navigationsdienstes HERE verwendet, der erfreulicherweise ein API bereitstellt. Außerdem stehen Anleitung und Quellcode des Twitter-Bots in einem GitHub-Repository als Open Source zur Verfügung.

Tachometer mit dem Wappen von Wiesbaden Nachdem ich mir beides angesehen hatte, war klar, dass ich so einen Bot auch gern für Wiesbaden hätte. Während die ursprüngliche Version, die in Großbritannien offenbar schon einige Nachahmer gefunden hat, den Dienst Integromat zur Ausführung nutzt, setze ich (vorerst jedenfalls) auf eine lokal installierte Lösung mittels n8n.

Im Folgenden gehe ich teilweise recht ausführlich auf die einzelnen Bestandteile des Twitter-Bots ein, beschreibe APIs, Software und Fallstricke, über die ich bei der Implementierung gestolpert bin.

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Ebene mit Overpass-Abfrage in BRouter hinzufügen

Sperriger Titel und spezielles Thema, schon klar. Aber jemand möchte eine Fahrrad-Route planen ähnlich meiner Wiesbaden-Umrundung, ohne dabei zwischen mehreren Browser-Fenstern hin- und herschalten zu müssen. Es soll also eine Stadt- oder Landesgrenze auf einer Karte eingeblendet werden, an der sich die Route dann entlang planen lässt.

Bei Komoot ist das wohl nicht möglich, aber BRouter Web erlaubt es in der aktuellen Version 0.16.0, Ebenen einzublenden, die auf den Ergebnissen einer Overpass API-Abfrage basieren, also auf OpenStreetMap-Daten. Cooles neues Feature!

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JSONL - JSON Lines text format

Mal wieder etwas Schönes aus dem Entwicklungs-Alltag und was so alles anders kommen kann. Es sollen einige Zehntausend Datensätze aus Export-Dateien in die Datenbank importiert werden.

Abgesprochen waren XML-Dateien, weil das in einer früheren Version der Applikation auch so gehandhabt wurde. Meine Bitte war, dass diese Dateien zumindest komprimiert bereitgestellt werden sollen, damit der Download nicht so lang dauert wie bisher.

Geliefert wurden dann *.json.gz-Dateien, zwar komprimiert, aber wie aus der Dateiendung ersichtlich - kein XML. Egal, ich nehme sehr gern auch JSON. Also die Dateien erstmal entpacken und gucken, ob die Daten auch so aufgebaut sind wie erwartet.

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Plasma Bigscreen im Beta-Test

Plasma Bigscreen ist eine Linux-Distribution vorrangig für den Raspberry Pi 4. Sie integriert Komponenten wie KDE Neon, Mycroft AI, KDE Plasma Bigscreen, libcec und (aktuell noch) Googles Speech-to-Text-Dienst (STT). Es ist aber geplant, für STT auf Mozillas DeepSpeech umzusteigen. In den Worten der Projektwebseite:

This project is using various open-source components like Plasma Bigscreen, Mycroft AI and libcec with a modified KDE Neon img for the Raspberry Pi 4 to allow easy accessing content-related services on your TV.

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Gravelrunde um Wiesbaden - Hart an der Grenze

Seit gut zwei Jahren bin ich viel mit meinem Gravelbike unterwegs, hauptsächlich in der Umgebung von Wiesbaden. Im Taunus zu fahren wird so schnell nicht langweilig. Aber manchmal sucht mensch nach Inspiration, neuen Ideen und Herausforderungen, die auch mit anderen geteilt werden können.

Auf einer meiner Runden durch die Wiesbadener Vororte fragte ich mich, ob ich noch auf Wiesbadener Stadtgebiet radle, oder schon in den benachbarten Kreis gewechselt bin. Zu Hause suchte ich mir die Stadtgrenze von Wiesbaden auf OpenStreetMap heraus, und fast zwangsläufig folgte der Gedanke: Kann die Stadtgrenze mit dem Fahrrad nachgefahren werden? Immerhin ist sie etwa 80 km lang und führt von etwas über 80 m Höhe über NHN am Rhein bis auf knapp 600 m hinauf durch Felder und Wälder.

Track und Höhenprofil der Strecke
Grafik aus GPXSee mit 4UMaps/OpenStreetMap.

Ich fing an, im Browser zu planen, links das Fenster mit OpenStreetMap, rechts mit Komoot. Und langsam entstand eine Route, erst einmal entlang des Rheins, dann abknickend und ansteigend Richtung Taunus. Viele der Wege hatte ich bereits befahren, andere Abschnitte waren mir noch unklar. Da half nur eins: eine Erkundungsfahrt. Und zwar mit dem Gravelbike.

Und siehe da, es ist mach- und schaffbar. Kleine Anpassungen und Kompromisse waren zwar nötig, weil etwa Wege durch Waldarbeiten fast völlig unpassierbar waren, aber im Großen und Ganzen stellte sich die Strecke als abwechslungsreich und anspruchsvoll heraus. Der Grundsatz, möglichst dicht an der Stadtgrenze zu bleiben, führte manchmal auf Wege, die ich normalerweise so eher nicht fahren würde. Aber am Ende hat es sich immer gelohnt. Herausgekommen sind knapp 90 km mit ca. 1.200 hm hauptsächlich auf unbefestigten und Kieswegen.

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